Politik informiert sich über Kemper

MdB Johannes Röring, Stadtlohner Bürgermeister Helmut Könning, erster Beigeordnete Günther Wewers und Heike Wermer besichtigen Kemper.

Hoher Besuch bei Kemper: v.l.n.r.: Michael Moormann (Kemper), Günther Wewers, Johannes Röring, Georg Wigger (Kemper), Cliff Kalmbach (Kemper), Helmut Könning

Cliff Kalmbach zeigt die Investitionen in neue Maschinen (Drückbank, Schweißroboter)

Michael Moormann zeigt Herrn Könning die neue Versuchswerkstatt und den neuen Auditraum

Diskussionsrunde über die Sorgen der Landwirte und Lohnunternehmer

Am Donnerstag, den 28.07.16, war der Bundestagsabgeordnete und WLV-Vorsitzende Johannes Röring bei Kemper zu Gast. Gemeinsam mit dem Bürgermeister von Stadtlohn Helmut Könning, dem ersten Beigeordneten Günther Wewers und Heike Wermer konnte er sich vor Ort von der Innovationskraft des Unternehmens Kemper überzeugen. Röring ist vielen Kemper-Mitarbeitern bekannt, denn er stammt aus dem nahegelegenen Vreden und bewirtschaftet dort einen großen, modernen, landwirtschaftlichen Betrieb mit Schweinehaltung und einer Biogasanlage. Auch Könning hat Kemper bereits mehrfach besucht.

Nach einer kurzen Unternehmenspräsentation und einem Rundgang durch die Produktion, zeigten sich die Besucher beeindruckt von den Veränderungen seit dem letzten Besuch vor einigen Jahren. „Ich sehe, man muss öfter zu Kemper kommen[...], so Röring. "Die getätigten Investitionen in Gebäude und neue Maschinen am Standort zeigen, dass Kemper gut für die Zukunft gerüstet ist.“ Bürgermeister Könning fand ebenfalls Worte des Lobes: „Kemper ist mit seiner Ertragskraft und entsprechenden Gewerbesteuer-Einnahmen ein sehr wichtiges Unternehmen für die Gemeinde. Kemper gelte in der Region als verlässlicher und attraktiver Arbeitgeber. Aber auch das ehrenamtliche Engagement bei Haus Hall, der Stadtlohner Feuerwehr, der Stadtlohner Flüchtlingshilfe und weiteren Projekten sei ein schönes Zeichen für die Stadt und ihre Bürger."

Marketing- und Verkaufsleiter Georg Wigger, sowie Controller Michael Moormann von Kemper nahmen dieses Lob gerne an und konnten erwidern: "Herr Röring, es ist wichtig, dass Politiker mit entsprechendem Fachwissen die Interessen der Landwirte, Lohnunternehmer und landtechnischen Arbeitgeber gut vertreten könne. Insbesondere, wenn es z.B. um die Überbreitenregelungen von landwirtschaftlichen Fahrzeugen gehe, seien hier weitere Vereinfachungen möglich."

Röring ist in den entsprechenden Fachausschüssen in Berlin tätig und bekundete, dass er bereits in dieser Hinsicht aktiv sei. Durch seinen eigenen Betrieb ist Röring bestens vertraut mit den Aufgabenstellungen in diesem Bereich.

Was die Investitionen bei Kemper in den letzten Jahren bei Kemper anbetrifft, konnten Moormann und Cliff Kalmbach (Leiter Instandhaltung) bei einem Fabrikrundgang auf erhebliche Investitionen in den vergangenen Jahren verweisen. In den letzten drei Jahren wurden ca. 11 Mio. in Maschinen, Gebäude, Infrastruktur und Produkt-Neuentwicklung investiert.

Weitere Gesprächsthemen bei dem Besuch waren die derzeitigen Sorgen der Landwirte über den Preisverfall bei ihren Produkten. Insbesondere Michviehhalter sind kaum noch in der Lage, Erträge zu erwirtschaften. Wigger: „Bis jetzt sind wir bei Kemper noch nicht von Rückgängen bei den Maschinenverkäufen betroffen, da diese in der Regel nicht von den Landwirten selbst, sondern von den Lohnunternehmern angeschafft werden“. Es sei aber klar, dass bei länger anhaltendem Preisdruck die ganze Branche mit Einbußen rechnen müsse. Einig waren sich alle Teilnehmer, dass die Politik nicht wieder zu einer Mengenregulierung zurückkehren dürfe. Röring sagte, dass stattdessen andere kluge Maßnahmen getroffen werden müssen, wie der derzeitige Druck auf dem Markt verringert werden könne und wie Landwirte zwischenzeitlich durch flexiblere Lösungen bei der Bewältigung der aktuellen Herausforderungen unterstützt werden können. Dazu gebe es derzeit konkrete Gespräche in Berlin.


28.07.2016